Übersicht: Immobilienpreise in Österreich 2025
Die Immobilienpreise sind in Österreich 2025 in vielen Regionen gestiegen. Einen rasanten Anstieg, wie er vor einigen Jahren zu beobachten war, gab es 2025 jedoch nicht. Wir fassen die wichtigsten Eckdaten zusammen und wagen auch einen Ausblick hinsichtlich der Immobilienpreise 2026.
Daten zum Immobilienmarkt 2025
Um ein möglichst ganzheitliches Bild zu den Immobilienpreisen in Österreich 2025 zeichnen zu können, nutzen wir Daten verschiedener Quellen für diesen Beitrag. Einerseits erfasst Statistik Austria verschiedene Kennzahlen zum Immobilienmarkt. Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Jänner 2026) liegen noch keine aktuelleren Daten der Statistik Austria für Q4-2025 vor. Andererseits gibt es auch weitere Quellen, beispielsweise Immopreise.at (Portal von „Der Standard“). Recherchieren Sie auch regional und lokal in unserer eigenen Datenerhebung der Immobilienpreise in Österreich.
Statistik: (offizielle) Immobilienpreise in Österreich 2025
Für ganz Österreich betrachtet waren die Immobilienpreise im Jahr 2024 leicht rückläufig. Im ersten Halbjahr 2025 änderte sich das. Immobilien waren durchschnittlich um 2,8 Prozent teurer als noch 2024. Bei neu errichteten Immobilien stiegen die Preise um durchschnittlich 3,6 Prozent, verglichen zum Vorjahreszeitraum, berichtet Statistik Austria.
Die Preissteigerungen im ersten Halbjahr 2025 sind jedoch gering. Denn die allgemeine Inflationsrate lag 2025 in Österreich bei 4,0 Prozent. Immobilienpreise stiegen somit unter der Inflationsrate - ausgehend von einem 2024 leicht rückläufigen Basiswert.
Eigentumspreise mit gedämpfter Entwicklung
Insgesamt ist festzustellen, dass die Eigentumspreise 2025 nur leicht zulegten. Die Preiserhöhung entspricht ungefähr der allgemeinen Inflationsrate in Österreich. Bestandsimmobilien wurden durchschnittlich für ca. 4.200 Euro pro Quadratmeter verkauft, Neubauten lagen durchschnittlich bei etwa 6.000 Euro pro Quadratmeter.
Bei österreichweiten Preisdaten ist stets zu beachten, dass es regional merkliche Unterschiede gibt. Auch die Preisentwicklung kann lokal deutlich anders aussehen. Ein erkennbarer Trend ist beispielsweise die Vergrößerung des Wiener Speckgürtels.
Statistik: Mietpreise in Österreich 2025
Auffällig ist, dass sich die Mietpreise deutlich anders entwickelten als die Kaufpreise. Im städtischen Gebiet gab es spürbare Preissteigerungen. Es wurden weniger Wohnungen fertiggestellt. Sogar von einem „Schwund an neuen Wohnungen“ war die Rede.
Ein Beispiel für den Anstieg der Mieten bietet Wiens 17. Bezirk, Hernals. In dieser typischen Wohngegend lag die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter Ende 2025 laut Immopreise.at bereits bei über 20 Euro. Vor fünf Jahren waren es hingegen noch knapp 14 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Wohnung mit 80 Quadratmetern ergibt das im Schnitt einen Preisanstieg von fast 500 Euro monatlich bzw. über 5.700 Euro pro Jahr.
Auffällig ist auch, dass selbst vermeintlich günstigere Bezirke, beispielsweise Simmering, bei Durchschnittspreisen von 20 Euro pro Quadratmeter angelangt sind. Das gilt ebenfalls für Randbezirke, etwa Floridsdorf.
Teils noch angespannter ist die Situation im Westen Österreichs. Mietpreise von über 20 Euro pro Quadratmeter und Monat sind hier eine Selbstverständlichkeit. Das deckt sich mit den Daten von ohne-makler, wonach private Wohnimmobilien in Wien derzeit im Schnitt für 20,35 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.
Besonders schwierig, überhaupt eine Wohnung zu finden, ist es in Innsbruck und Salzburg. Hier sind auch Objekte jenseits der 25 Euro pro Quadratmeter monatlich zu sehen – bei konstant hoher Nachfrage. Nach Daten von ohne-makler liegen der derzeitige durchschnittliche Mietzins in Salzburg derzeit bei 19,31 Euro pro Quadratmeter und der Mietzins in Innsbruck sogar bei 24,91 Euro pro Quadratmeter.
Ausblick: Immobilienpreise 2026
Für das neue Jahr wird in Österreich erwartet, dass die Inflationsrate auf den europaweiten Durchschnitt absinkt. Angestrebt werden knapp 2,5 Prozent Inflationsrate. Bei Immobilien hingegen ist es Prognosen zufolge so, dass die Preise ein wenig über der Inflationsrate ansteigen. Raiffeisen erwartet einen moderaten Anstieg im Bereich von 3 Prozent.
Allerdings: Im Jahr 2026 wird es die geringste Anzahl an neu fertiggestellten Immobilien geben. Dieser Wert lässt sich schon jetzt, auf Basis erteilter Baugenehmigungen, klar vorhersagen. Ein weiterer Anstieg der Mietpreise ist die logische Folge. Damit dieser nicht zu kräftig ausfällt, wurden politische Maßnahmen ergriffen. Im Jahr 2026 greift die Mietpreisbremse in den meisten Immobilien – auch im bislang nicht regulierten Neubau. Ein kräftiger Anstieg der Mieten sollte dadurch weitgehend ausbleiben.
Immer zu bedenken ist, dass die Nebenkosten für Immobilien weiter ansteigen. Das gilt einerseits für die allgemeinen Betriebskosten, andererseits auch für Energiekosten (Achtung: Netzkosten steigen in einigen Bundesländern deutlich). Eigentümer müssen zusätzlich mit höheren Zuweisungen zu Rücklagen kalkulieren.
Hinweis zu Rechtsthemen: Sämtliche Texte wurden aufwendig recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Wir können trotzdem keine Garantie für die Korrektheit, Aktualität oder Vollständigkeit der präsentieren Informationen gewähren. Bitte wenden Sie sich bei Rechts- und Steuerfragen stets an einen fachkundigen Anwalt oder Steuerberater.
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